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Industrieminuten-Rechner

Minuten in Dezimalstunden umrechnen und umgekehrt, in beide Richtungen gleichzeitig sichtbar. Gratis nutzbar, ganz ohne Registrierung, für Lohnabrechnung und Excel. Alle Berechnungen laufen direkt in deinem Browser, ohne dass Daten übertragen werden.

Minuten in Dezimalstunden

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Dezimalstunden in Minuten

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Was sind Industrieminuten?

In der normalen Uhrzeit hat eine Stunde 60 Minuten. In der Lohnabrechnung wird eine Stunde dagegen oft in 100 Dezimalminuten (auch Industrieminuten genannt) eingeteilt, weil sich Dezimalzahlen leichter addieren und mit dem Stundenlohn multiplizieren lassen. 30 normale Minuten entsprechen 50 Industrieminuten (0,50 Stunden), 15 normale Minuten entsprechen 25 Industrieminuten (0,25 Stunden). Der Name kommt daher, dass dieses Dezimalsystem historisch zuerst in der Industrie zur Akkord- und Stückzeit-Abrechnung verwendet wurde.

Wie rechne ich Minuten in Dezimalstunden um?

Teile die Minutenzahl durch 60. Das Ergebnis ist die Dezimalstunde.

MinutenDezimalstundenIndustrieminuten
50,088
100,1717
150,2525
200,3333
250,4242
300,5050
350,5858
400,6767
450,7575
500,8383
550,9292
601,00100

Wie rechne ich Dezimalstunden zurück in Minuten um?

Multipliziere die Dezimalzahl (ohne die volle Stundenzahl) mit 60.

Beispielrechnung aus der Praxis

Ein Mitarbeiter hat laut Stempeluhr von 08:07 Uhr bis 16:52 Uhr gearbeitet, das sind 8 Stunden 45 Minuten Brutto-Anwesenheit, abzüglich 30 Minuten Pause ergibt das netto 8 Stunden 15 Minuten. Für die Lohnsoftware muss das als Dezimalzahl eingetragen werden: 15 Minuten von 60 sind 0,25, also wird aus 8:15 Std. die Dezimalzahl 8,25 Std. Bei einem Stundenlohn von 18 Euro ergibt das einen Bruttolohn von 8,25 × 18 = 148,50 Euro für diesen Tag (siehe auch der Stundenlohnrechner, der diesen letzten Schritt automatisch übernimmt).

Wofür werden Industrieminuten gebraucht?

Dezimalzeit ist in vielen Bereichen der Lohn- und Arbeitszeitabrechnung der Standard, weil sich Dezimalzahlen ohne Umrechnung addieren und mit dem Stundenlohn multiplizieren lassen.

Industrieminuten sind nicht dasselbe wie Prozent

Eine häufige Verwechslung: 50 Industrieminuten (0,50 Stunden) klingt ähnlich wie 50 Prozent, meint aber etwas anderes. Industrieminuten beschreiben immer einen Anteil EINER Stunde (0 bis 100). Ein Prozentsatz wie beim Beschäftigungsgrad einer Teilzeitstelle bezieht sich dagegen auf eine ganze Wochen- oder Vollzeitstelle, nicht auf eine einzelne Stunde. Mehr dazu im Abschnitt Teilzeit und Beschäftigungsgrad auf der Startseite.

Von Dezimalstunden zum Bruttolohn

Der eigentliche Grund, warum Dezimalstunden in der Lohnabrechnung so verbreitet sind: die Multiplikation mit dem Stundenlohn wird zur einfachen Kopfrechnung. Bei einem Stundenlohn von 20 Euro und 7,5 Dezimalstunden ergibt sich der Bruttolohn direkt aus 7,5 × 20 = 150 Euro. Mit der Stunden:Minuten-Schreibweise (7:30 Std.) müsste man zuerst umrechnen, bevor man überhaupt multiplizieren kann. Für die automatische Berechnung inklusive Pausenabzug direkt aus Start- und Endzeit gibt es den Stundenlohnrechner, der diesen gesamten Umweg abnimmt.

Rundungsfehler vermeiden

Bei der Umrechnung entstehen manchmal Dezimalzahlen mit mehr als zwei Nachkommastellen, zum Beispiel ergeben 20 Minuten geteilt durch 60 exakt 0,3333... Stunden. In der Praxis wird auf zwei Nachkommastellen gerundet (0,33 Std.), was für einzelne Werte kaum ins Gewicht fällt. Werden aber viele gerundete Werte über eine ganze Woche oder einen Monat aufsummiert, können sich kleine Rundungsdifferenzen zu ein paar Cent im Monatslohn summieren. Seriöse Lohnsoftware rechnet deshalb intern mit mehr Nachkommastellen und rundet erst ganz am Ende, beim finalen Auszahlungsbetrag.

Dezimalzeit in Lohnsoftware und Excel

Gängige deutsche Lohnabrechnungssysteme erwarten Arbeitszeit meist im Dezimalformat, nicht im Uhrzeitformat. Auch in Excel und Google Sheets ist es üblich, Arbeitszeit als Dezimalzahl statt als Zeitformat zu erfassen, weil sich Dezimalzahlen ohne Sonderformatierung addieren, multiplizieren und in Diagrammen darstellen lassen. Willst du eine Uhrzeit-Differenz aus Excel (die intern oft als Bruchteil eines 24-Stunden-Tages gespeichert wird) in eine normale Dezimalstunde umrechnen, multipliziere den Excel-Wert einfach mit 24.

Warum nicht einfach 100 Minuten pro Stunde?

Eine berechtigte Frage: Wenn Dezimalzeit so praktisch ist, warum hat die Uhr nicht gleich 100 statt 60 Minuten pro Stunde? Die 60er-Einteilung stammt aus der babylonischen Zeitrechnung (Sexagesimalsystem) und hat sich seit Jahrtausenden weltweit durchgesetzt, unter anderem weil 60 durch viele Zahlen (2, 3, 4, 5, 6, 10, 12, 15, 20, 30) glatt teilbar ist, 100 dagegen nur durch wenige. Für den Alltag (Uhren, Termine) blieb das 60er-System, für die reine Rechenarbeit in der Lohnbuchhaltung wurde die Dezimalumrechnung als praktischer Kompromiss eingeführt.

Häufig gestellte Fragen zum Industrieminuten-Rechner

Was ist der Unterschied zwischen Industrieminuten und normalen Minuten?
Normale Minuten zählen bis 60 pro Stunde. Industrieminuten (Dezimalminuten) teilen eine Stunde in 100 gleiche Teile, damit sich Zeit als Dezimalzahl statt als Uhrzeit-Format rechnen lässt.
Wie viele Industrieminuten sind 45 Minuten?
45 normale Minuten entsprechen 75 Industrieminuten, also 0,75 Dezimalstunden.
Warum rechnet die Lohnabrechnung mit Dezimalstunden statt mit Stunden:Minuten?
Weil sich Dezimalzahlen direkt addieren und mit dem Stundenlohn multiplizieren lassen. 7 Stunden 30 Minuten mal Stundenlohn erfordert eine Umrechnung, 7,5 Stunden mal Stundenlohn ist eine einfache Multiplikation.
Ist der Industrieminuten-Rechner kostenlos?
Ja, der Rechner ist kostenlos, ohne Anmeldung und läuft direkt im Browser.
Wie rechne ich eine ganze Stunden:Minuten-Zeit wie 7:45 in Dezimal um?
Rechne nur den Minutenanteil um und addiere die volle Stundenzahl dazu: 45 Minuten sind 0,75 Stunden, also wird aus 7:45 Std. die Dezimalzahl 7,75 Std.
Sind Industrieminuten dasselbe wie Prozent einer Stelle?
Nein. Industrieminuten beschreiben einen Anteil einer einzelnen Stunde (0 bis 100). Ein Beschäftigungsgrad in Prozent bezieht sich auf den Anteil einer ganzen Wochen- oder Vollzeitstelle, das sind zwei unterschiedliche Konzepte.
Wie rechne ich eine Excel-Zeitangabe in Dezimalstunden um?
Excel speichert Uhrzeiten intern oft als Bruchteil eines 24-Stunden-Tages. Multipliziere den angezeigten Excel-Zeitwert mit 24, um die normale Dezimalstunde zu erhalten.
Warum rundet meine Lohnsoftware anders als dieser Rechner?
Manche Systeme runden auf 5- oder 15-Minuten-Schritte oder auf eine andere Anzahl Nachkommastellen, je nach interner Konfiguration. Dieser Rechner zeigt den exakten, ungerundeten Umrechnungswert auf zwei Nachkommastellen. Bei Abweichungen zählt die Regel deines Arbeitgebers oder deiner Software.
Kann ich mit Industrieminuten auch Überstunden berechnen?
Ja. Rechne zuerst deine Minuten in Dezimalstunden um, dann kannst du das Ergebnis direkt im Überstundenrechner als vereinbarte oder geleistete Arbeitszeit eintragen, dort werden Überstunden und ein optionaler Zuschlag automatisch berechnet.

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